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Interview mit Huynh Phuc in der Mittelbayerischen Zeitung


Mit einem Korb unterm Arm kommt Phuc Huynh ins „Il Baretto“. Er holt einen Laptop, Kinderfotos und sein Handy heraus. Der Korb ist sein Markenzeichen – ein Geschenk der Verlobten. „Damit ich nicht so wild aussehe“, sagt der 39-Jährige lachend. Der Unternehmer denkt in vielerlei Hinsicht radikal, zuweilen auch konservativ. Mehrmals fragt er: „Bin ich ein Spießer?“ Nein, ein Spießer ist er nicht. Aber Werte sind ihm wichtig.

Herr Huynh, Sie unterstützen die „Sea-Eye“. Hängt das mit Ihrer eigenen Rettung durch die Cap Anamur zusammen?
Ja. Die „Sea-Eye“ hat leider Negativpresse, dass sie mit Schleppern zusammenarbeitet. Dabei treten die Helfer für menschliche Werte ein, sie zeigen Mitgefühl und Nächstenliebe. Leider haben wir wenige solche Leitbilder und moralische Werte. Wir Boatpeople in den 80er-Jahren hatten mehr Rückhalt in der Bevölkerung als die heutigen Flüchtlinge. Es gab bundesweit Riesen-Spendenaktionen für die Cap Anamur von Rupert Neudeck. Ich bin in Neugablonz im Allgäu angekommen. Die Leute waren neugierig auf uns. Die haben Patenschaften für uns übernommen. Wir sind voll integriert worden (Zeigt Fotos von seiner Familie bei deutschen Festen). Die meisten vietnamesischen Kinder haben Abitur geschrieben und sind Unternehmer, Beamte, Ärzte oder Anwälte geworden.
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